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Beruf
IT-Sicherheit
IT-Sicherheit heißt, Systeme gegen Angriffe zu schützen, Angriffe zu erkennen und im Ernstfall den Schaden zu begrenzen. In den Anzeigen dieses Portals steht sie fast nie allein – sie ist die Aufgabe, die Fachrichtung daneben die Herkunft.
- Offene Stellen
- 23
- Berufseinstieg
- 4.100 €
- Mit Berufserfahrung
- 5.200 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 6.300 €
Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.
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Stellen
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Verdienst
Was man als IT-Sicherheit verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.700 € | 4.100 € | 4.700 € | 49.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.600 € | 5.200 € | 6.000 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.300 € | 7.300 € | 75.600 € |
Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle; die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben. Sicherheitsstellen liegen über vergleichbaren Administrationsstellen, weil Erfahrung knapp ist; Rufbereitschaft und Schichtdienst im Sicherheitsbetriebszentrum werden zusätzlich vergütet und sind hier nicht enthalten. Nach oben ziehen anerkannte Zertifikate und die Verantwortung als Informationssicherheitsbeauftragter, nach unten der öffentliche Dienst mit TVöD und TV-L, der in diesem Feld besonders deutlich hinter der Privatwirtschaft zurückbleibt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
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Berufsbild
Das Berufsbild
Was macht eine Fachkraft für IT-Sicherheit?
Drei Dinge, die in verschiedenen Häusern verschieden verteilt sind. Erstens vorbeugen: Systeme härten, Firewallregeln und Netzsegmente entwerfen, Zugänge nach dem Grundsatz der geringsten Rechte einrichten, Schwachstellen suchen und ihre Behebung nachhalten, Sicherheitsprüfungen neuer Anwendungen begleiten. Zweitens erkennen: Protokolle zusammenführen, Auffälligkeiten auswerten, Warnungen bewerten – die Arbeit im Sicherheitsbetriebszentrum, das in größeren Häusern rund um die Uhr besetzt ist. Drittens reagieren: Wenn es passiert ist, den Vorfall eingrenzen, Beweise sichern, wiederherstellen, aufarbeiten und Meldepflichten erfüllen.
Dazu kommt die organisatorische Seite, die in der Praxis oft unterschätzt wird: Richtlinien schreiben, Berechtigungskonzepte prüfen, Verträge mit Dienstleistern auf Sicherheitsanforderungen abklopfen, Mitarbeiter schulen und Zertifizierungen vorbereiten. Regelwerke geben dabei den Rahmen – die ISO-Norm 27001, der IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, in der Automobilzulieferkette TISAX, und für Betreiber wichtiger Einrichtungen die europäische NIS2-Richtlinie mit ihren nationalen Umsetzungsgesetzen.
Eine Ausprägung wächst besonders: die Sicherheit von Produktionsanlagen. Steuerungen, die zwanzig Jahre laufen sollen und nie für ein Netz gedacht waren, werden vernetzt – und die Frage, wie man sie schützt, ohne die Produktion anzuhalten, ist eine andere als die im Büronetz.
Wie wird man Fachkraft für IT-Sicherheit?
Über Umwege, fast immer. Ein Einstieg direkt nach dem Studium ist möglich – Informatik, IT-Sicherheit, zunehmend eigene Studiengänge –, der Regelfall ist aber der Wechsel aus der Systemadministration, dem Netzbetrieb oder der Softwareentwicklung. Der Grund liegt in der Sache: Wer nicht weiß, wie ein System gebaut ist, kann es nicht verteidigen. Zertifikate wie CISSP, CISM oder die Prüfungen für Penetrationstester sind in diesem Feld verbreiteter als in jedem anderen der IT.
Was die Arbeit verlangt
Ausdauer gegen Widerstand. Sicherheit macht anderen Abteilungen die Arbeit zunächst unbequemer, und wer sie durchsetzen will, muss begründen statt anordnen. Dazu kommen Rufbereitschaft und die Erfahrung, dass ein Vorfall keinen Feierabend kennt. Der schwierigste Teil ist psychologisch: Erfolg ist unsichtbar – gemessen wird man an dem, was nicht passiert ist, und nach einem Vorfall an dem, was man vorher hätte tun müssen.
Aussichten
Sehr gut. Die Bedrohungslage nimmt zu, die regulatorischen Anforderungen ebenfalls, und beides erzeugt Stellen. Auf diesem Portal ist das Feld klein – gemessen 29 von 1.525 Anzeigen –, denn die Breite dieses Arbeitsmarktes bildet ein Schwesterportal ab. Wege führen in die Leitung der Informationssicherheit, in die Prüfung und Zertifizierung oder in die spezialisierte Beratung.
Aufgaben
- Systeme und Netze härten und absichern
- Firewallregeln, Segmentierung und Zugänge entwerfen
- Schwachstellen suchen und ihre Behebung nachhalten
- Warnmeldungen auswerten und Vorfälle bewerten
- Sicherheitsvorfälle eingrenzen, aufarbeiten und melden
- Richtlinien und Berechtigungskonzepte schreiben und prüfen
- Zertifizierungen nach ISO 27001 oder TISAX vorbereiten
- Mitarbeiter zu Angriffsmustern schulen
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder IT-Sicherheit, alternativ Ausbildung mit einschlägiger Praxis
- Fundierte Kenntnisse in Betriebssystemen, Netzen oder Anwendungsentwicklung
- Verständnis für Angriffswege und Schutzmaßnahmen
- Kenntnis der einschlägigen Normen und Meldepflichten
- Fähigkeit, Maßnahmen gegenüber Fachabteilungen zu begründen
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Einsätzen außerhalb der Regelzeit
Wo man arbeitet
- IT-Abteilungen von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen
- Banken, Versicherungen und Zahlungsdienstleister
- Spezialisierte Sicherheitsdienstleister und Beratungshäuser
- Energieversorger, Krankenhäuser und Verkehrsbetriebe
- Behörden und kommunale Rechenzentren
Der Weg in den Beruf
Ein eigener Ausbildungsberuf existiert nicht. Möglich ist der direkte Einstieg über ein Studium der Informatik oder der IT-Sicherheit, häufiger ist der Wechsel aus der Systemadministration, dem Netzbetrieb oder der Softwareentwicklung nach mehreren Jahren Praxis. Weiterbildungen zum Informationssicherheitsbeauftragten und Zertifikate wie CISSP, CISM oder Prüfungen für Penetrationstester sind in diesem Feld üblich und werden in Anzeigen häufig ausdrücklich verlangt.
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Ratgeber