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Beruf
SAP Logistik (MM, SD, EWM, PP)
Materialwirtschaft, Vertrieb, Produktion, Lager, Instandhaltung und Transport – die Logistikmodule bilden die Lieferkette vom Einkauf bis zum Versand ab. Es ist die größte Modulfamilie dieses Portals und die mit der engsten Verbindung zur Halle.
- Offene Stellen
- 105
- Berufseinstieg
- 4.200 €
- Mit Berufserfahrung
- 5.300 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 6.400 €
Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.
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Stellen
Offene Stellen als SAP Logistik (MM, SD, EWM, PP)
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Verdienst
Was man als SAP Logistik (MM, SD, EWM, PP) verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.200 € | 4.700 € | 50.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.700 € | 5.300 € | 6.100 € | 63.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.600 € | 6.400 € | 7.400 € | 76.800 € |
Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle; die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben. Die Logistikmodule liegen dicht bei den Finanzmodulen, in der Spitze etwas darunter. Nach oben zieht die sichere Beherrschung mehrerer Module und Erfahrung mit dem erweiterten Lagerverwaltungsmodul, nach unten die reine Betreuung eines einzelnen Moduls im Tagesgeschäft. Beratungshäuser zahlen über der Inhouse-Stelle, verlangen dafür Reisetätigkeit; Industrietarife mit ihren Sonderzahlungen relativieren diesen Abstand.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
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Berufsbild
Das Berufsbild
Was macht ein SAP-Logistik-Berater?
Er bildet den Warenfluss im System ab. Die Module dahinter tragen Kürzel, die selten jemand ausschreibt: MM für die Materialwirtschaft mit Einkauf, Bestellung, Wareneingang und Rechnungsprüfung, SD für den Vertrieb mit Angebot, Auftrag, Lieferung und Faktura, PP für die Produktionsplanung mit Stücklisten, Arbeitsplänen, Planaufträgen und Rückmeldung, EWM und WM für das Lager mit Einlagerungsstrategien, Kommissionierung und Staplerführung, PM und EAM für die Instandhaltung, TM für den Transport und GTS für Zoll und Außenhandel.
Sie stehen hier zusammen, weil sie fachlich zusammengehören: Es ist eine Kette, und wer an einer Stelle etwas ändert, verschiebt sie an der nächsten. Eine geänderte Dispositionsregel in der Materialwirtschaft verändert die Produktionsplanung; eine neue Versandart im Vertrieb verändert die Kommissionierung im Lager.
Die tägliche Arbeit ist Prozessarbeit im System: Bestellabläufe und Freigabestrategien einstellen, Preisfindung und Konditionen pflegen, Bewegungsarten und Bestandsführung einrichten, Lagerstrukturen aufbauen, Schnittstellen zu Speditionen, Lagerrechnern und Handelspartnern betreuen. Mit S/4HANA kommen konkrete Änderungen dazu: Der Geschäftspartner ersetzt die getrennten Lieferanten- und Kundenstämme, die Bedarfsplanung rechnet unmittelbar auf der Datenbank, die erweiterte Verfügbarkeitsprüfung löst die alte ab, und das klassische Lagerverwaltungsmodul weicht dem erweiterten.
Wie wird man SAP-Logistik-Berater?
Über den Betrieb, den man abbildet. Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische oder technische Ausbildung, Jahre im Einkauf, im Vertriebsinnendienst, in der Arbeitsvorbereitung oder in der Lagerleitung – meist als Key User – und dann in die Systembetreuung. Der zweite Weg ist ein Studium der Wirtschaftsinformatik, der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik oder des Wirtschaftsingenieurwesens.
Was die Arbeit verlangt
Nähe zum Werk und Nerven bei der Einführung. Wer Lagerprozesse umstellt, steht bei der Umstellung im Lager und nicht im Büro, und die Umstellung liegt am Wochenende, weil die Produktion sonst läuft. Fehler sind hier unmittelbar sichtbar: Eine falsch eingestellte Bewegungsart bedeutet, dass am Montagmorgen keine Ware das Tor verlässt.
Dazu kommt Übersetzungsarbeit zwischen Abteilungen mit gegenläufigen Interessen. Der Einkauf will Bestände, der Vertrieb will Lieferfähigkeit, das Controlling will gebundenes Kapital senken – und die Einstellung im System entscheidet darüber, wer recht bekommt.
Aussichten
Sehr gut. Die Logistikmodule sind das Rückgrat jedes produzierenden und handelnden Unternehmens, und die laufenden Umstellungsprojekte betreffen sie in voller Breite. Wer zwei Module sicher verbindet – etwa Materialwirtschaft und Produktion oder Vertrieb und Lager – ist besonders gesucht. Wege führen in die Verantwortung für die Prozesse der Lieferkette, in die Projektleitung oder in die Beratung.
Aufgaben
- Beschaffungs-, Vertriebs- und Produktionsprozesse im System einstellen
- Freigabestrategien, Preisfindung und Konditionen pflegen
- Lagerstrukturen und Kommissionierstrategien aufbauen
- Stücklisten, Arbeitspläne und Dispositionsregeln einrichten
- Schnittstellen zu Speditionen, Lagerrechnern und Handelspartnern betreuen
- Einführungen und Umstellungen im laufenden Betrieb begleiten
- Auswertungen zu Beständen, Lieferfähigkeit und Durchlaufzeiten aufsetzen
- Anforderungen aus Einkauf, Vertrieb, Produktion und Lager aufnehmen
Voraussetzungen
- Kaufmännische oder technische Ausbildung, alternativ ein Studium mit Logistik- oder Wirtschaftsschwerpunkt
- Praxis in Einkauf, Vertrieb, Produktion oder Lager
- Kenntnisse in mindestens einem der Module MM, SD, PP oder EWM
- Verständnis für die Lieferkette über Abteilungsgrenzen hinweg
- Bereitschaft zu Einsätzen im Werk und zu Umstellungen am Wochenende
- Englisch bei internationalen Standorten
Wo man arbeitet
- Produzierende Unternehmen des Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbaus
- Handels- und Konsumgüterunternehmen
- Logistikdienstleister und Speditionen
- SAP-Beratungshäuser
- Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie
Der Weg in den Beruf
Ein eigener Ausbildungsweg existiert nicht. Der häufigste Zugang führt über eine kaufmännische oder technische Ausbildung und mehrere Jahre Praxis im Einkauf, im Vertriebsinnendienst, in der Arbeitsvorbereitung oder im Lager, oft in der Rolle des Key Users, und darauf den Wechsel in die Systembetreuung. Der zweite Weg ist ein Bachelor in Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Das Modulwissen kommt über die Praxis und über die Zertifizierungen von SAP.
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Ratgeber