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Beruf

SAP

SAP FI/CO & Finanzen

FI und CO sind die Module des Rechnungswesens: Hauptbuch, Debitoren, Kreditoren, Anlagen und Bankwesen auf der einen Seite, Kostenrechnung und Ergebnisrechnung auf der anderen. Wer hier arbeitet, arbeitet am Jahresabschluss mit – nur eben an dem System, aus dem er kommt.

Offene Stellen
81
Berufseinstieg
4.300 €
Mit Berufserfahrung
5.500 €
Mit langjähriger Erfahrung
6.700 €

Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.

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Stellen

Offene Stellen als SAP FI/CO & Finanzen

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Verdienst

Was man als SAP FI/CO & Finanzen verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.900 € 4.300 € 4.800 € 51.600 €
Mit Berufserfahrung 4.900 € 5.500 € 6.300 € 66.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.800 € 6.700 € 7.800 € 80.400 €

Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle; die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben. FI und CO liegen am oberen Ende der SAP-Modulrollen, weil die Nachfrage hoch und die Zahl der Fachleute begrenzt ist; Erfahrung mit abgeschlossenen S/4HANA-Umstellungen ist derzeit der stärkste Hebel. Beratungshäuser zahlen über der Inhouse-Stelle und verlangen dafür Reisetätigkeit. Der öffentliche Dienst liegt nach TVöD und TV-L spürbar darunter.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

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Berufsbild

Das Berufsbild

Was macht ein SAP-FI/CO-Berater?

Er richtet das System ein, in dem ein Unternehmen bucht und rechnet. Auf der Seite des externen Rechnungswesens sind das Hauptbuch, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Bank- und Zahlungsverkehr, Umsatzsteuer und die Abschlüsse nach Handelsgesetzbuch und internationaler Rechnungslegung. Auf der Seite des internen Rechnungswesens stehen Kostenarten, Kostenstellen, Innenaufträge, Produktkostenrechnung und die Ergebnisrechnung, mit der sich Deckungsbeiträge nach Produkt, Kunde oder Region auswerten lassen.

Die tägliche Arbeit ist Einstellungsarbeit im System – Kontenpläne, Buchungskreise, Belegarten, Abstimmledger, Zahlwege, Abgrenzungen, Verrechnungsschlüssel – plus die Begleitung der Abschlüsse: Was in der Monatsabschlussstrecke automatisch läuft, muss vorher eingerichtet, getestet und nachvollziehbar dokumentiert sein.

Die Umstellung auf S/4HANA hat gerade hier den größten fachlichen Einschnitt gebracht. Das Universal Journal führt die getrennten Datenhaltungen von Finanzbuchhaltung und Controlling in einer einzigen Tabelle zusammen; die klassische Abstimmung zwischen beiden Welten entfällt, die neue Anlagenbuchhaltung ist Pflicht, der Geschäftspartner ersetzt die alten Debitoren- und Kreditorenstämme. Das ändert nicht nur Technik, sondern Arbeitsweise – und macht den Beruf derzeit zu einem der gesuchtesten im SAP-Umfeld.

Wie wird man SAP-FI/CO-Berater?

Meist über die Buchhaltung. Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Rechnungswesen oder Controlling, einige Jahre in der Buchhaltung oder im Controlling – oft mit der Rolle des Key Users – und dann ganz in die Systembetreuung. Der zweite Weg führt über die Wirtschaftsinformatik und lernt das Fachliche nach.

Beides funktioniert, aber das Fachliche ist hier nicht verhandelbar: Wer den Unterschied zwischen einer Rückstellung und einer Verbindlichkeit nicht kennt, kann das Hauptbuch nicht einrichten.

Was die Arbeit verlangt

Einen Kalender, der nicht der eigene ist. Der Monatsabschluss bestimmt den Rhythmus, der Jahresabschluss die ersten Wochen des Jahres, und in diesen Zeiten hat die Fachabteilung Vorrang vor jedem Projekt. Dazu kommt die Prüfbarkeit: Was eingestellt wird, sieht die interne Revision und der Wirtschaftsprüfer, und es muss begründbar sein. Funktionstrennung, Änderungsnachweise und ordnungsgemäße Buchführung sind keine Formalien, sondern der Rahmen der Arbeit.

Aussichten

Sehr gut. FI und CO sind die meistgesuchten Module überhaupt, und die laufenden Umstellungsprojekte verstärken das. Wege führen in die Prozessverantwortung für das Rechnungswesen, in die Leitung der SAP-Anwendungsbetreuung, in die Beratung oder in angrenzende Felder wie die Konsolidierung, das Treasury und die steuerliche Systembetreuung.

Aufgaben

  • Hauptbuch, Nebenbücher und Kontenpläne einrichten
  • Kostenstellen, Innenaufträge und Verrechnungen einstellen
  • Monats- und Jahresabschlussstrecken einrichten und begleiten
  • Zahlungsverkehr und Mahnwesen abbilden
  • Anlagenbuchhaltung und Abschreibungsregeln pflegen
  • Ergebnis- und Deckungsbeitragsrechnung aufbauen
  • Umstellungen auf das Universal Journal fachlich begleiten
  • Anforderungen aus Buchhaltung, Controlling und Revision aufnehmen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder Studium mit Schwerpunkt Rechnungswesen oder Controlling
  • Sicheres Verständnis von Buchführung und Kostenrechnung
  • Kenntnisse in SAP FI und CO, zunehmend in S/4HANA
  • Genauigkeit und Sinn für prüfbare Dokumentation
  • Bereitschaft, den eigenen Kalender nach den Abschlussterminen zu richten
  • Englisch, sobald international konsolidiert wird

Wo man arbeitet

  • Finanz- und IT-Abteilungen größerer Unternehmen
  • SAP-Beratungshäuser
  • Shared-Service-Center für Rechnungswesen
  • Banken, Versicherungen und Immobiliengesellschaften
  • Energieversorger, Verkehrsbetriebe und kommunale Unternehmen

Der Weg in den Beruf

Ein eigener Ausbildungsweg existiert nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter oder ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Rechnungswesen oder Controlling, danach einige Jahre in der Buchhaltung oder im Controlling, häufig als Key User, und darauf der Wechsel in die Systembetreuung. Der zweite Weg führt über ein Studium der Wirtschaftsinformatik. Das Modulwissen kommt über die Praxis und über die Zertifizierungen von SAP für Financial Accounting und Management Accounting.

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