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Beruf
Softwareentwicklung & Architektur
Softwareentwicklung
Softwareentwickler, Software Engineers und Developer sind in den Anzeigen dieses Portals dieselbe Rolle in drei Schreibweisen: Anwendungen entwerfen, bauen, testen und pflegen. Es ist die größte Rolle außerhalb von SAP.
- Offene Stellen
- 157
- Berufseinstieg
- 4.000 €
- Mit Berufserfahrung
- 5.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 6.100 €
Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.
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Stellen
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Verdienst
Was man als Softwareentwicklung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.000 € | 4.500 € | 48.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.400 € | 5.000 € | 5.800 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.300 € | 6.100 € | 7.100 € | 73.200 € |
Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle; die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben. Die Spanne ist breit, und der stärkste Hebel ist die Branche: Produktunternehmen, Banken und Versicherungen zahlen deutlich über Softwarehäusern im Projektgeschäft und über Entwicklungsdienstleistern. Der öffentliche Dienst liegt nach TVöD und TV-L erkennbar darunter. Ein Studienabschluss wirkt beim Einstieg, verliert aber nach einigen Berufsjahren gegenüber nachgewiesener Erfahrung an Gewicht.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
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Berufsbild
Das Berufsbild
Was macht ein Softwareentwickler?
Er baut Anwendungen und hält sie am Leben. Der Alltag ist weniger romantisch, als das Wort Entwicklung nahelegt: Anforderungen klären, weil sie nie vollständig sind, bestehenden Code lesen, Änderungen entwerfen, schreiben, testen, prüfen lassen, ausliefern – und danach die Fehler beheben, die im Betrieb auffallen. In den meisten Häusern entfällt der größere Teil der Zeit auf Bestehendes und der kleinere auf Neues.
Die Aufteilung nach Backend, Frontend und Fullstack beschreibt, wo jemand arbeitet: an der Verarbeitung und den Daten, an der Oberfläche oder an beidem. Die Sprachen wechseln mit der Branche – Java und C# im Unternehmensumfeld, TypeScript und JavaScript im Web, Python in der Datenverarbeitung, C++ dort, wo es schnell sein muss. Wer eine davon beherrscht, lernt die nächste; was nicht wechselt, sind Entwurfsvermögen, Testdisziplin und die Fähigkeit, fremden Code zu lesen.
Gearbeitet wird fast überall im Team und in kurzen Takten: Aufgaben in Abschnitten planen, täglich abstimmen, Ergebnisse regelmäßig zeigen. Codeprüfung durch Kollegen ist Standard, automatische Tests und automatische Auslieferung ebenso. Mit den Fachbereichen wird direkt gesprochen – wer nur die Anforderung abarbeitet, die auf dem Zettel steht, baut regelmäßig am Bedarf vorbei.
Wie wird man Softwareentwickler?
Über drei Wege. Der erste ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Softwaretechnik – der häufigste. Der zweite ist die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, die in diesem Beruf voll anerkannt ist und sich von der Bezahlung her über die Jahre angleicht. Der dritte ist der Quereinstieg über nachweisbare Arbeit: eigene Projekte, Mitarbeit in offenen Softwareprojekten, ein Wechsel aus einem fachnahen Beruf. Dieses Feld schaut stärker auf Können als auf Abschlüsse – aber der Einstieg über den dritten Weg ist schwerer geworden.
Was die Arbeit verlangt
Dauerhaftes Nachlernen, und zwar in der Freizeit oder in einem Betrieb, der Zeit dafür einräumt. Dazu Frustrationstoleranz: Ein erheblicher Teil der Arbeit besteht darin, herauszufinden, warum etwas nicht funktioniert, das gestern noch funktioniert hat.
Ehrlich dazugehört die Kehrseite der Teamarbeit: Sitzungen, Abstimmungen und Unterbrechungen fressen Zeit, die für konzentriertes Arbeiten fehlt. Und Rufbereitschaft, wo Teams ihre Anwendungen selbst betreiben.
Aussichten
Gut, aber nicht mehr voraussetzungslos. Die Nachfrage bleibt hoch, sie hat sich jedoch verschoben: Berufseinsteiger finden schwerer eine Stelle als vor einigen Jahren, während Erfahrene weiterhin gesucht werden. Wege führen in die Architektur, in die technische Teamleitung, in die Spezialisierung auf ein Fachgebiet oder in die Beratung.
Aufgaben
- Anforderungen mit Fachbereichen klären und bewerten
- Anwendungen entwerfen, umsetzen und ausliefern
- Automatische Tests schreiben und pflegen
- Bestehenden Code lesen, erweitern und umbauen
- Fehler im Betrieb eingrenzen und beheben
- Code von Kollegen prüfen und eigene Entwürfe erklären
- Schnittstellen zu anderen Systemen entwickeln
- Technische Entscheidungen dokumentieren
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, alternativ nachweisbare Praxis
- Sichere Beherrschung mindestens einer Programmiersprache
- Erfahrung mit Versionsverwaltung, Tests und automatischer Auslieferung
- Fähigkeit, fremden Code zu lesen und zu verstehen
- Englisch für Dokumentation und internationale Teams
- Bereitschaft, sich dauerhaft in neue Technik einzuarbeiten
Wo man arbeitet
- Softwarehäuser und Produktunternehmen
- IT-Abteilungen von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen
- Banken, Versicherungen und Zahlungsdienstleister
- IT-Dienstleister und Entwicklungsdienstleister
- Behörden, Krankenkassen und öffentliche IT-Betriebe
Der Weg in den Beruf
Drei Wege führen hinein. Der häufigste ist ein Bachelor- oder Masterstudium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Softwaretechnik. Gleichwertig anerkannt ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer, die den Einstieg früher und mit Vergütung ermöglicht. Der dritte Weg ist der Quereinstieg über nachweisbare eigene Arbeit; er funktioniert in diesem Beruf, ist für Berufsanfänger aber schwerer geworden.
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Ratgeber