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Beruf
Ausbildung, Studium & Einstieg
Fachinformatiker
Der Fachinformatiker ist der einzige staatlich geregelte Beruf dieses Portals: drei Jahre duale Ausbildung, vier Fachrichtungen, eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Auf dieser Seite stehen die Stellen für Ausgebildete, nicht die Ausbildungsplätze.
- Offene Stellen
- 41
- Berufseinstieg
- 3.300 €
- Mit Berufserfahrung
- 4.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 4.800 €
Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.
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Stellen
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Verdienst
Was man als Fachinformatiker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.000 € | 4.600 € | 48.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.300 € | 4.800 € | 5.500 € | 57.600 € |
Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle; die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben. Entscheidend ist zuerst die Branche: Ein Fachinformatiker in der Industrie oder bei einem Softwarehaus liegt spürbar über einem im öffentlichen Dienst, wo der TVöD oder der TV-L die Eingruppierung vorgibt und Kommunen sich mit der Vorweggewährung von Erfahrungsstufen behelfen müssen. Danach zählen Fachrichtung, Zertifikate und die Frage, ob Rufbereitschaft vergütet wird.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
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Berufsbild
Das Berufsbild
Was macht ein Fachinformatiker?
Das hängt an der Fachrichtung, und seit der Neuordnung der Ausbildung im Jahr 2020 sind es vier. Die Systemintegration plant, baut und betreut IT-Systeme: Server, Netze, Arbeitsplätze, Benutzerkonten, Sicherungen, Störungsbehebung. Die Anwendungsentwicklung schreibt und pflegt Software, von der Anforderungsaufnahme über den Entwurf bis zum Test. Die Daten- und Prozessanalyse wertet Daten aus, bereitet sie auf und verbessert damit Geschäftsprozesse. Die digitale Vernetzung verbindet Maschinen, Sensoren und Anlagen mit der IT und arbeitet damit näher an der Produktion als an der Verwaltung.
In den Anzeigen dieses Portals dominiert die Systemintegration deutlich, und die Titel nennen fast immer noch etwas zweites: Fachinformatiker als System- und Netzwerkadministrator, für IT-Support, für Rechenzentrumsbetrieb. Das ist die eigentliche Eigenart dieser Rolle – der Abschluss ist die Eintrittskarte, die Aufgabe kommt vom Arbeitgeber.
Im Alltag heißt das: Störungen annehmen und eingrenzen, Hard- und Software beschaffen und ausrollen, Systeme überwachen und aktualisieren, Rechte vergeben, dokumentieren, Anwender einweisen. Wer in ein Systemhaus geht, macht dasselbe bei wechselnden Kunden und fährt dafür raus.
Wie wird man Fachinformatiker?
Über eine dreijährige duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule mit einer gestreckten Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer: Teil eins liegt nach etwa der Hälfte und zählt zur Endnote, Teil zwei besteht aus einem betrieblichen Projekt mit Dokumentation und Präsentation sowie schriftlichen Prüfungen. Eine Verkürzung auf zweieinhalb oder zwei Jahre ist möglich.
Ein Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben, üblich sind mittlerer Abschluss oder Abitur. Für Erwachsene führt eine geförderte Umschulung zur selben Prüfung – dieser Weg ist in der IT gut ausgebaut und wird von Betrieben akzeptiert.
Was die Arbeit verlangt
Belastbarkeit im Störungsfall und Genauigkeit im Normalbetrieb. Wer Systeme betreut, arbeitet nach Wartungsfenstern, die abends und am Wochenende liegen, und in vielen Häusern gehört Rufbereitschaft dazu. Der Umgang mit Anwendern verlangt Geduld: Ein großer Teil der Arbeit ist erklären, nicht reparieren.
Dazu kommt eine Verpflichtung, die kein Prüfungsstoff ist – Weiterlernen. Der Abschluss altert, die Technik nicht: Wer nach fünf Jahren noch dasselbe kann wie am Prüfungstag, bleibt in der Eingruppierung stehen.
Aussichten
Der Beruf ist gesucht, und zwar in jeder Branche und in jeder Region – das ist einer der wenigen Sätze, den man über den deutschen IT-Arbeitsmarkt ohne Einschränkung sagen kann. Entwicklungswege gibt es in beide Richtungen: fachlich über Herstellerzertifikate in die Cloud-, Netzwerk- oder Sicherheitsadministration, formal über den IT-Fachwirt, den staatlich geprüften Techniker oder die Aufstiegsfortbildung zum Operative Professional und darüber in die Teamleitung. Der Abschluss eröffnet zudem den Hochschulzugang ohne Abitur.
Aufgaben
- Server, Netze und Arbeitsplätze einrichten und betreuen
- Störungen annehmen, eingrenzen und beheben
- Software verteilen, aktualisieren und dokumentieren
- Benutzerkonten und Berechtigungen verwalten
- Datensicherungen einrichten und ihre Wiederherstellung prüfen
- In der Anwendungsentwicklung Programme schreiben, testen und pflegen
- Anwender einweisen und Anleitungen erstellen
- Bei Kundenprojekten vor Ort installieren und übergeben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Fachinformatiker, je nach Stelle in einer bestimmten Fachrichtung
- Kenntnisse in Windows- oder Linux-Systemen und in Netzen
- Sorgfältige Dokumentation
- Englisch zum Lesen technischer Unterlagen
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Wartungsfenstern außerhalb der Regelzeit
- Führerschein, wenn Kundeneinsätze zur Stelle gehören
Wo man arbeitet
- Systemhäuser und IT-Dienstleister
- IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
- Krankenhäuser, Kliniken und soziale Träger
- Behörden, Kommunen und kommunale Rechenzentren
- Banken, Versicherungen und Krankenkassen
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Der Weg in den Beruf
Die Ausbildung dauert drei Jahre, läuft dual in Betrieb und Berufsschule und endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer, deren zweiter Teil ein betriebliches Projekt mit Dokumentation und Präsentation enthält. Seit der Neuordnung von 2020 gibt es vier Fachrichtungen: Systemintegration, Anwendungsentwicklung, Daten- und Prozessanalyse sowie digitale Vernetzung. Verkürzungen auf zweieinhalb oder zwei Jahre sind möglich, und Erwachsene erreichen denselben Abschluss über eine geförderte Umschulung.
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Ratgeber