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Beruf

Industrie- & Fertigungs-IT

SPS-Programmierung

SPS-Programmierer schreiben die Steuerungssoftware von Maschinen und Anlagen – in TIA Portal, Codesys oder TwinCAT und nicht in einer Hochsprache für Server. Der Beruf gehört zur Automatisierungstechnik und steht mit einem Bein in der Elektrotechnik.

Offene Stellen
47
Berufseinstieg
3.700 €
Mit Berufserfahrung
4.500 €
Mit langjähriger Erfahrung
5.300 €

Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.

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Stellen

Offene Stellen als SPS-Programmierung

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Verdienst

Was man als SPS-Programmierung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.500 € 5.100 € 54.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.700 € 5.300 € 6.100 € 63.600 €

Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle, ohne Auslöse, Reisezeiten und Zuschläge – und gerade die machen in diesem Beruf einen erheblichen Teil des Jahreseinkommens aus, wenn viel in Betrieb genommen wird. Darüber hinaus entscheidet die Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie liegt dieselbe Tätigkeit spürbar höher als beim tariflosen Sondermaschinenbauer. Ein Studienabschluss verschiebt die Eingruppierung gegenüber dem Techniker systematisch nach oben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

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Berufsbild

Das Berufsbild

Was macht ein SPS-Programmierer?

Er programmiert die speicherprogrammierbare Steuerung, also den Rechner, der eine Maschine oder eine Anlage tatsächlich bewegt. Das ist Softwarearbeit, aber sie unterscheidet sich von der Anwendungsentwicklung an fast jedem Punkt: Das Programm läuft in einem festen Zyklus von wenigen Millisekunden, es steuert Ventile, Antriebe und Greifer, seine Eingaben kommen von Sensoren, und ein Fehler zeigt sich nicht in einem Protokoll, sondern in Blech.

Die Arbeit beginnt mit dem Pflichtenheft und dem Schaltplan aus der Elektrokonstruktion. Daraus entsteht das Steuerungsprogramm – nach IEC 61131-3 in Strukturiertem Text, Funktionsplan oder Kontaktplan, in der Praxis meist gemischt. Dazu kommen die Visualisierung an der Bedientafel, die Parametrierung von Antrieben und Feldgeräten, die Anbindung über Profinet, Profibus oder EtherCAT und die Sicherheitsfunktionen, die nach eigenen Regeln entwickelt und abgenommen werden.

Der zweite Teil des Berufs ist die Inbetriebnahme, und er findet nicht am Schreibtisch statt: in der Werkhalle beim Kundentest, dann beim Kunden vor Ort, nicht selten im Ausland. Dort trifft das Programm zum ersten Mal auf die echte Mechanik, und dort wird es fertig.

Wie wird man SPS-Programmierer?

Nicht über ein Informatikstudium. Der häufigste Weg führt über eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik oder für Betriebstechnik und darauf den staatlich geprüften Techniker oder den Industriemeister. Der zweite Weg ist ein Studium der Elektrotechnik, der Automatisierungstechnik oder der Mechatronik.

Entscheidend sind in beiden Fällen die Systeme: Simatic S7 mit dem TIA Portal, Codesys, Beckhoff TwinCAT, in älteren Anlagen auch Steuerungen anderer Hersteller. Wer eine davon beherrscht, lernt die nächste in Wochen – aber ohne eine davon geht es nicht los.

Was die Arbeit verlangt

Reisebereitschaft, und zwar echte. Inbetriebnahmen dauern Wochen, liegen beim Kunden und verschieben sich, wenn die Anlage nicht fertig ist. Wer das nicht will, findet Stellen in der Serienmaschinenprogrammierung, aber die Auswahl ist kleiner.

Dazu kommt Verantwortung im Wortsinn: Eine falsch programmierte Sicherheitsfunktion gefährdet Menschen. Und Termindruck – steht die Anlage, steht die Produktion des Kunden, und die Ursachenklärung findet im Stehen statt.

Aussichten

Stabil und wenig konjunkturabhängig, weil jede neue Anlage und jede Modernisierung eine Steuerung braucht. Der Bedarf ist im Maschinen- und Anlagenbau, in der Intralogistik, in der Lebensmittel- und Verpackungstechnik und in der Gebäude- und Energietechnik gleichermaßen vorhanden. Entwicklungswege führen in die Inbetriebnahmeleitung, in die Projektleitung von Automatisierungsprojekten, in die Robotik oder in die zunehmend gefragte Sicherheit von Produktionsanlagen.

Aufgaben

  • Steuerungsprogramme für Maschinen und Anlagen erstellen
  • Bedienoberflächen an Panels und Leitständen umsetzen
  • Antriebe, Sensoren und Feldgeräte parametrieren
  • Anlagen im Werk und beim Kunden in Betrieb nehmen
  • Sicherheitsfunktionen entwerfen und ihre Abnahme begleiten
  • Bestehende Anlagen auf neue Steuerungsgenerationen umstellen
  • Störungen an laufenden Anlagen eingrenzen und beheben
  • Bedienpersonal einweisen und Dokumentation übergeben

Voraussetzungen

  • Ausbildung in der Automatisierungs- oder Elektrotechnik mit Weiterbildung zum Techniker, alternativ ein einschlägiges Studium
  • Sicherer Umgang mit mindestens einem Steuerungssystem wie TIA Portal, Codesys oder TwinCAT
  • Grundkenntnisse in Elektrotechnik und das Lesen von Schaltplänen
  • Kenntnis der Feldbusse und Kommunikationsprotokolle
  • Reisebereitschaft für Inbetriebnahmen im In- und Ausland
  • Englisch für Kundeneinsätze und Dokumentation

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Sondermaschinenbau und Automatisierungsdienstleister
  • Intralogistik und Fördertechnik
  • Lebensmittel-, Verpackungs- und Pharmatechnik
  • Energie-, Wasser- und Gebäudetechnik
  • Produktionsbetriebe mit eigener Instandhaltung

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungs- oder Betriebstechnik, einige Jahre Praxis und darauf die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Industriemeister. Der zweite Weg ist ein Bachelorstudium der Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik. In beiden Fällen entscheidet die Herstellerwelt über die Einsetzbarkeit: Simatic mit TIA Portal, Codesys oder TwinCAT werden über Herstellerschulungen und in der Praxis gelernt, nicht im Lehrplan.

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