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Beruf
Softwareentwicklung & Architektur
Softwarearchitektur
Softwarearchitekten legen fest, wie ein System geschnitten wird, welche Technik es trägt und welche Eigenschaften es einhalten muss. Die Titel wechseln zwischen Architekt und Architect – es ist derselbe Beruf, und er ist die bestbezahlte Rolle dieses Portals.
- Offene Stellen
- 29
- Berufseinstieg
- 4.800 €
- Mit Berufserfahrung
- 6.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 7.300 €
Monatsbrutto, bundesweiter Median je Erfahrungsstufe. Die Aufschlüsselung steht weiter unten.
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Stellen
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Verdienst
Was man als Softwarearchitektur verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.300 € | 4.800 € | 5.400 € | 57.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.300 € | 6.000 € | 6.900 € | 72.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.400 € | 7.300 € | 8.500 € | 87.600 € |
Gerundete Orientierungswerte für eine Vollzeitstelle; die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben. Diese Rolle bildet das obere Ende dieses Portals, und der Abstand zum IT-Support beträgt über die gesamte Laufbahn ein Vielfaches – er ist der wichtigste einzelne Befund dieses Gehaltsvergleichs. Nach oben ziehen Branche und Betriebsgröße, insbesondere Banken, Versicherungen und Produktunternehmen; der öffentliche Dienst kann diese Rolle nach TVöD und TV-L kaum wettbewerbsfähig vergüten und behilft sich mit befristeten Fachkräftezulagen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
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Berufsbild
Das Berufsbild
Was macht ein Softwarearchitekt?
Er trifft die Entscheidungen, die man später teuer zurücknimmt. Konkret: das System in Bausteine schneiden und die Schnittstellen dazwischen festlegen, Technologien auswählen und die Wahl begründen, Vorgaben für Qualitätsanforderungen machen – Antwortzeiten, Verfügbarkeit, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Erweiterbarkeit – und dafür sorgen, dass die Umsetzung ihnen auch folgt.
Der zweite Teil der Arbeit ist Kommunikation, und er ist größer, als Einsteiger vermuten. Architektur, die nicht erklärt wird, findet nicht statt: Entwürfe werden im Team vorgestellt, gegen Einwände verteidigt, in Entscheidungsvorlagen für das Management übersetzt und in Entscheidungsdokumenten festgehalten, damit in drei Jahren noch nachvollziehbar ist, warum etwas so aussieht, wie es aussieht.
Der dritte Teil ist Bestandspflege. Die wenigsten Architekten entwerfen auf grüner Wiese; der Normalfall ist ein gewachsenes System, das in Betrieb ist, Geld verdient und schrittweise umgebaut werden muss, ohne dass der Betrieb steht. Migrationen, Entflechtung von Abhängigkeiten, Schnittstellen zu Altsystemen und der Streit zwischen fachlicher Erneuerung und technischer Schuld machen den Alltag aus.
In diesem Portal steht die Rolle mit beiden Schreibweisen nebeneinander, deutsch und englisch – und die Anzeigen meinen dasselbe. Wo im Titel zusätzlich SAP steht, führt die Stelle das jeweilige SAP-Modul.
Wie wird man Softwarearchitekt?
Über die Entwicklung, immer. Es ist keine Rolle für Einsteiger: Vorausgesetzt werden ein Studium der Informatik oder ein gleichwertiger Weg und mehrere Jahre, in denen jemand Software nicht nur gebaut, sondern auch betrieben und gewartet hat – die Erfahrung, was ein schlechter Schnitt drei Jahre später kostet, ist durch nichts zu ersetzen.
Als formaler Nachweis hat sich die Zertifizierung nach dem Programm des International Software Architecture Qualification Board etabliert; sie gliedert das Feld und ersetzt die Praxis nicht.
Was die Rolle verlangt
Entscheidungsfreude unter Unsicherheit. Die nötigen Angaben sind nie vollständig, und wer wartet, bis sie es sind, hat entschieden, ohne es zu merken. Dazu kommt die Fähigkeit, die eigene Entscheidung später zu revidieren, ohne sie zu verteidigen, weil sie die eigene war.
Der unbequeme Teil ist die Distanz zum Code. Viele, die wegen der Technik in diesen Beruf gehen, stellen fest, dass sie überwiegend in Sitzungen sitzen und nicht mehr entwickeln – und dass die Rolle ohne formale Weisungsbefugnis auskommen muss.
Aussichten
Sehr gut, und die Rolle ist wenig konjunkturabhängig, weil Bestandssysteme unabhängig von der Lage umgebaut werden müssen. Wege führen in die Unternehmensarchitektur, in die technische Leitung oder in die selbstständige Beratung, in der diese Qualifikation besonders gefragt ist.
Aufgaben
- Systeme in Bausteine schneiden und Schnittstellen festlegen
- Technologien auswählen und die Entscheidung begründen
- Qualitätsanforderungen festlegen und ihre Einhaltung prüfen
- Architekturentscheidungen nachvollziehbar dokumentieren
- Umbau und Migration gewachsener Systeme planen
- Entwürfe im Team und vor dem Management vertreten
- Entwicklungsteams fachlich anleiten und Entwürfe prüfen
- Technische Schuld sichtbar machen und ihren Abbau planen
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder ein gleichwertiger Weg mit langjähriger Praxis
- Mehrjährige Erfahrung in Entwicklung und Betrieb von Software
- Sicheres Urteil über Technologien jenseits der eigenen Vorlieben
- Fähigkeit, Entwürfe verständlich darzustellen und zu vertreten
- Erfahrung mit gewachsenen Systemen und ihren Altlasten
- Englisch in internationalen Entwicklungsorganisationen
Wo man arbeitet
- Softwarehäuser und Produktunternehmen
- IT-Abteilungen von Konzernen
- Banken, Versicherungen und Zahlungsdienstleister
- IT-Beratungen und Systemintegratoren
- Industrieunternehmen mit eigener Softwareentwicklung
Der Weg in den Beruf
Ein eigener Ausbildungsweg existiert nicht, und ein Direkteinstieg kommt praktisch nicht vor. Am Anfang steht ein Studium der Informatik, der Wirtschaftsinformatik oder ein gleichwertiger Weg, gefolgt von mehreren Jahren als Entwickler – einschließlich Betrieb und Wartung des eigenen Systems, ohne die die Rolle nicht auszufüllen ist. Als formaler Nachweis hat sich die dreistufige Zertifizierung des International Software Architecture Qualification Board durchgesetzt.
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Ratgeber